Methoden der Konzepterstellung
Das integrierte Konzept setzt die Leitplanken für die spätere erfolgreiche Umsetzungsphase der energetischen Quartierssanierung. Es ist daher entscheidend, die Konzeptentwicklung nicht nur als Pflichtaufgabe und Eintrittskarte für die Umsetzungsförderung zu sehen, sondern als praxisorientierte Strategie, die neue Erkenntnisse für alle beteiligten Akteurinnen und Akteure bereithält.
Dabei ist es relevant, dass sich das Konzept nahtlos in verwandte räumliche Konzepte rund um Stadtentwicklung und Klimaschutz und Klimaanpassung einfügt und diese planvoll ergänzt. Dabei kann ein Blick auf bereits erprobte Werkzeuge und erfolgreiche Modellprojekte der Quartierssanierung helfen, das Konzept schlank, effizient und mit Blick auf die Umsetzung vor Ort zu formulieren. Schlussendlich ist ein Konzept immer auch ein Medium der Kommunikation mit den örtlichen Akteurinnen und Akteuren bzw. Zielgruppen. Die folgenden Abschnitte geben methodische Hinweise für die gezielte und passgenaue Entwicklung von energetischen Quartierskonzepten im Einklang mit den integrierten Stadtentwicklungszielen.
Klimaatlas NRW, Beispiel Hitzeangepasste Quartiersplanung. © GeoBasis NRW 2023, Fachdaten: LANUV 2023
Klimaatlas NRW, Beispiel Themenkarte Windgeschwindigkeit. © GeoBasis NRW 2023, Fachdaten: LANUV 2023.
Klimaatlas NRW, Beispiel Hochwasser mit hoher Wahrscheinlichkeit. © GeoBasis NRW 2023, Fachdaten: LANUV 2023.
Klimaatlas NRW, Beispiel Themenkarte Starkniederschlagstage. © GeoBasis NRW 2023, Fachdaten: LANUV 2023.
Vorarbeit zur integrierten Konzeptentwicklung
Zur effizienten Vorbereitung der Erstellung eines integrierten Quartierskonzepts – insbesondere, wenn diese durch einen externen Dienstleister erfolgen soll –kann eine Kommune bereits im Vorfeld eine Vorarbeit leisten, um den Konzepterstellungsprozess zu beschleunigen. Durch die Erstellung eines kurzen, max. 30 Seiten langen, Grundkonzepts kann sie eine Bestandsaufnahme des Quartiers durchführen, vorhandene Datengrundlagen bündeln und /oder erste Entwicklungsziele sowie Ansätze für die zukünftige Sanierung und Weiterentwicklung formulieren. Dies hilft, das Quartier im Vorfeld kennenzulernen und einen Überblick zu bekommen, welche Daten, Konzepte, relevante Informationen, etc. vorliegen. Auf dieser Grundlage und den identifizierten Bedarfen, insbesondere im Bereich der energetischen Quartiersentwicklung, kann ein Leistungsverzeichnis zur Ausschreibung eines integrierten Quartierskonzeptes gezielter und präziser erstellt werden. Diese Vorarbeit kann den Bearbeitungsaufwand und die Kosten der Konzeptentwicklung reduzieren, ist jedoch keine zwingende Voraussetzung.
Qualitätsmerkmale eines Quartierskonzepts
Nach der Auswahl des Quartiers und der Klärung der mit dem Quartierskonzept verbundenen Zielsetzung bedarf es eines zielgerichteten, methodischen Vorgehens zur Erstellung des Konzepts. Ein Quartierskonzept kann dabei, unter Beachtung der Vorgaben der eventuell in Anspruch genommenen KfW-432 „Energetische Stadtsanierung“, unterschiedliche methodische Ansätze verfolgen:
- Fokus auf Analyse und vertiefenden Erkenntnisgewinn: Auch unabhängig von den methodischen Anforderungen der Fördergeberin oder des Fördergebers kann es sinnvoll sein, einen vertiefenden analytischen Blick auf das Quartier und seine räumliche, energetische und soziodemografische Ausgangssituation zu werfen, sofern dies zu den zentralen Fragestellungen der handelnden Akteurinnen und Akteure passt. Beispielsweise kann eine möglichst präzise Ermittlung der Wärmebedarfe als Grundlage für eine Nahversorgungsstrategie der örtlichen Stadtwerke ein gewinnbringender Analyseschritt sein und die spätere Umsetzung erleichtern.
- Fokus auf Chancen, Potenziale und Projekte: Besonders bei repräsentativen Quartieren, für deren Gebäudetypen bereits überregionale vergleichbare energetische Analysen sowie fundierte Erfahrungen und Erkenntnisse der örtlichen Akteurinnen und Akteure vorliegen, kann sich ein schlankes Konzept mit Schwerpunkt auf Projektempfehlungen eignen. Das Konzept kann dabei auch auf wenige Projekte ausgelegt werden, die detailliert betrachtet und dann möglichst umsetzungsreif ausgearbeitet werden. Beispiele sind Einfamilienhausgebiete der 1950er bis 1970er Jahre, deren Gebäudetypen in Bezug auf Handlungsempfehlungen unter anderem durch das Institut für Wohnen und Umwelt bundesweit gut dokumentiert sind. Auf eine tiefgehende energetische Analyse kann zugunsten eines Schwerpunkts auf den praxisorientierten Handlungsempfehlungen verzichtet werden.
- Fokus auf Umsetzung und die Zusammenarbeit von und mit Akteurinnen und Akteuren: Ein weiterer Schwerpunkt kann auf gemeinsam erarbeitete Strategien für die Projektorganisation, Betreibermodelle, Vernetzung und Kommunikation gelegt werden, wenn dieser Charakter des Konzepts den Kernzielen der Akteurinnen und Akteuren entspricht. Der Fokus liegt in diesem Fall weniger auf technischen und räumlichen als auf organisatorischen Handlungsempfehlungen.
- Fokus auf integrierte Verzahnung unterschiedlicher Förderstrategien bereits in der Konzeptentwicklung: Zunehmend bietet die zeitgleiche Betrachtung und Analyse unterschiedlicher Realisierungsansätze und kompatibler Förderansätze Chancen für die Quartiersentwicklung. So können beispielsweise integrierte Handlungskonzepte als Grundlage für die Städtebauförderung oder Voruntersuchungen für die Ausweisung eines Sanierungsgebiets parallel zur Aufstellung KfW-geförderter, integrierter, energetischer Quartierskonzepte durchgeführt oder gesamtstädtische Klimaschutzkonzepte, sowie kommunale Wärmepläne durch die Erprobung detailgeschärfter Quartierskonzepte qualifiziert werden. Ebenso können vorhandene und zu erstellende Klimaanpassungs- oder integrierte Klimaschutzkonzepte einbezogen werden, um Synergien zwischen Energieeffizienz, Ressourcenschonung und Anpassung an den Klimawandel zu nutzen. Darüber hinaus können einschlägige Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene zur Klimaanpassung genutzt werden, um die konzeptionelle und finanzielle Grundlage der Quartiersentwicklung zu stärken.
Je nach individuellem Erfordernis und je nach Ziel der Quartierssanierung in der Kommune können die beschriebenen methodischen Ansätze kombiniert werden. Auf Maßstabsebene der Erstellung eines Sanierungskonzeptes für eine private Immobilien unter Beachtung des Denkmalschutzes bietet die Checkliste Denkmalpflege für Einzeleigentümerinnen und Einzeleigentümer eine Hilfestellung.
Die folgenden Abschnitte geben Empfehlungen für die einzelnen Arbeitsschritte von der Analyse über die Potenzialermittlung bis hin zu den Projekten auf Quartiersebene. Grundsätzlich steht nicht der Umfang des Konzepts für dessen Qualität, sondern die Identifizierung konkreter Anknüpfungspunkte und realistischer Handlungsmöglichkeiten.
Mittels einer bewusst für die jeweilige Aufgabe zugeschnittenen Methodik kann sichergestellt werden, dass die Inhalte eine hohe Aussagekraft und gute Orientierung für die Umsetzerinnen und Umsetzer des Konzepts aufweisen. Die erforderlichen methodischen Schritte eines beispielhaften Konzepts im Folgenden im Überblick.
Quartiersanalyse zur Potenzialermittlung, Gartenstadt Duisburg. Foto: Hans Blossey. © Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Methodik der integrierten Konzeptentwicklung
Bei der Erstellung eines integrierten Quartierkonzepts gilt es, viele Aspekte zu betrachten, die nicht nur technische Handlungsmöglichkeiten umfassen, sondern gleichzeitig auch die stadträumlichen, baukulturellen und soziodemografischen Rahmenbedingungen sowie klimatische Anpassungserfordernisse berücksichtigen.
Kommunale Gebäude, Flächen und Infrastruktur sollten gleichberechtigt zu privatem und privatwirtschaftlichem Bestand analysiert werden.
Im Anschluss empfiehlt es sich, sowohl kommunale als auch private Projekte gleichzeitig zu identifizieren, die sich gegenseitig positiv beeinflussen können. Erst damit ergibt sich ein vollständiges Bild als Grundlage für die Erstellung integrierter Projektempfehlungen für ein Quartier.
Die Rahmenbedingungen müssen hierbei sowohl auf Quartiersebene als auch im kleinmaßstäblichen Kontext, auf Gebäudeebene, geprüft werden. Je nach Baubestand können sich hier insbesondere auf der kleinteiligen Gebäudeebene spezifische Herausforderungen ergeben, die im Quartierskonzept aufgenommen werden sollten.
Als Beispiel ist hier der Artenschutz am Gebäude zu nennen. Je nach lokalen Gegebenheiten können in einem bestehenden Quartier eine Menge an geschützten Tierarten unbemerkt leben. Sie nutzen häufig Hohlräume an den bestehenden Gebäuden zum Schlafen, als Brutplatz oder zur Überwinterung und sind auf den menschlichen Schutz angewiesen. Veränderungen in der Bau- und Siedlungsstruktur können hier zum Verlust zahlreicher Nahrungs- und Siedlungshabitate führen. Um für die Zukunft Lebensräume zu erhalten bzw. zu schaffen, stellt unter anderem der Naturschutzbund Deutschland, kurz Nabu, umfangreiche Informationen bereit.
Maßnahmen für mehr Vielfalt und Naturschutz, Dinslaken. Foto: Henk Wittinghöfer. © Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Links
Schnittstellen zu verwandten kommunalen Strategien
Ein Quartierskonzept ist nur dann sinnvoll und zielführend, wenn es über die Quartiersauswahl hinaus den lokalen Kontext berücksichtigt. Dazu zählt auch der strategische Kontext. Häufig liegen bereits informelle und formelle städtische gesamt- oder teilräumliche Strategien, Zielsetzungen und Konzepte mit Maßnahmenprogrammen und Projektempfehlungen vor, die sowohl für die Auswahl des Quartiers als auch bei der Ausarbeitung des Konzeptes zu berücksichtigen bzw. zu beachten sind. Hierzu zählen unter anderem insbesondere integrierte Klimaanpassungskonzepte oder Klimaschutzkonzepte, deren Datengrundlagen und Maßnahmenübersichten als methodische Ergänzung dienen können.
Mit Blick auf die formelle Planung muss das Quartierskonzept die bestehende Bauleitplanung berücksichtigen, die vertiefende Aussagen zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung treffen kann. Eine Planungshilfe, wie Aspekte des Klimaschutzes und der Klimaanpassung in der Bauleitplanung festgesetzt werden, bieten die Broschüre Klimacheck der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen (RWTH Aachen) sowie der Leitfaden „Mehr Grün durch verbindliche Bauleitplanung“ des Projekts Grüne Stadt der Zukunft. Darüber hinaus kann die kommunale Beratung z.B. durch das Zentrum Klimaanpassung oder des LANUK bei der Integration entsprechender Planungsinstrumente unterstützen.
Praxisbeispiel ISEK und energetische Quartierssanierung Bottrop Fuhlenbrock und Vonderort:
Für die Bottroper Quartiere Fuhlenbrock und Vonderort sind im Jahr 2020 Konzepte der energetischen Stadtsanierung (siehe KfW-Programm 432) im Rahmen des „InnovationCity roll out“ erarbeitet worden. Parallel dazu wurde das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept, kurz ISEK, entwickelt. Das Ziel war es, die integrierte und energetische Ausrichtung in einer Konzeptentwicklung zu kombinieren sowie Klimaschutz und nachhaltigen Stadtumbau konzeptionell zu vereinen. Das ISEK führt singulär vorhandene Konzepte der Verwaltung zusammen und zeigt in der Analyse Handlungsfelder und Chancen auf.
Fassadenbegrünung, Neviges. Foto: Stadt Bottrop © Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Klimaschutz und Klimaanpassung integrieren, Gründach in Bottrop. Foto: Stadt Bottrop. © Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.
Datenerhebungsbogen für integrierte Quartiersanalysen
Für die Erstellung des Konzeptes bedarf es einer hochwertigen Datengrundlage. Hierzu muss ein Datenerhebungsbogen erstellt werden, der in der Kommune zur Abfrage bei den unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren genutzt wird. In diesem Excel-basierten Tool kann auch der Datenerhebungsstand festgehalten und damit für das Controlling genutzt werden. Als Basis für die Datenanfrage wird hier das Beispiel eines Datenerhebungsbogens bereitgestellt.
Datenerhebung als Grundlage für das Konzept. © Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, Foto: Henk Wittinghofer.
Muster-Projektsteckbriefe
Die Projektsteckbriefe sind ein elementarer Baustein für die im Anschluss an die Konzepterstellung beginnende Umsetzungsphase. Damit das Sanierungsmanagement mit der Umsetzung der Maßnahmen beginnen kann, bedarf es einer möglichst detaillierten Beschreibung der Handlungsschritte: mögliche Verortung, beteiligte Projektpartnerinnen und Projektpartner und notwendige Rahmenbedingungen.
Der Klimaatlas NRW:
Der Klimaatlas NRW wird vom LANUK NRW zur Verfügung gestellt. Er enthält umfangreiche Informationen zum Klima und seiner zukünftigen Entwicklung in NRW, die Parameter können selbstständig kombiniert werden. Darüber hinaus wird u.a. vorhandenes Wissen zu Klimafolgen und der Anpassung an den Klimawandel in NRW zusammengeführt. Zusätzlich zu den Informationen zu den verschiedenen Handlungsfeldern werden relevante Parameter des jeweiligen Sektors detailliert beschrieben und in einer separaten Kartenanwendung dargestellt.
Broschüre Klimacheck der RWTH Aachen:
Der Leitfaden Klimacheck der RWTH Aachen enthält verschiedene Schritte zur Berücksichtigung des Klimaschutzes und der Klimaanpassung in der Bauleitplanung. Es werden die Schritte Klimaschutz / -anpassung in der vorbereitenden Bauleitplanung, Planungsvoraussetzungen, städtebaulicher Entwurf / Vorentwurf, Bebauungsplan / Handreichung, vertragliche Regelungen sowie die Umsetzung betrachtet. Zudem beinhaltet die Broschüre eine Checkliste für eine klimaangepasste Bauleitung.
Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hat im Rahmen des Städtebauförderprogramms 18 besonders gute Quartiersansätze mit dem Ziel der Transformation hinsichtlich Klimaschutz und Klimaanpassung in den letzten Jahren evaluiert. Aus dieser Evaluation ist die „Praxisbox Klimaquartiere“ entstanden, die besonders interessante Einzelmaßnahmen in den Handlungsfeldern Governance, Bevölkerung, Gebäude & Städtebau, Grün- & Freiflächen, technische Infrastruktur & Wassermanagement sowie Mobilität vertieft.
Die vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Rahmen des Programms „Zukunft Bau“ herausgegebene Publikation bietet praxisorientierte Entscheidungshilfen und Lösungsansätze zur klimaangepassten Planung und Sanierung von Gebäuden und Liegenschaften. Sie zeigt auf, wie bauliche Maßnahmen zum Schutz vor Hitze, Starkregen oder Sturm mit Energieeffizienz und baukulturellem Erhalt kombiniert werden können. Sie unterstützt Planende und Eigentümerinnen und Eigentümer bei der Entwicklung resilienter, gesunder und zukunftsfähiger Gebäude. So werden u.a. Empfehlungen für klimaangepasste Gebäude und Liegenschaften für Planende, Architektinnen und Akteure sowie Eigentümerinnen und Eigentümer herausgegeben
Projekt „Clever kombiniert“
Ein anschauliches Beispiel für die Verbindung von Klimaschutz und Klimaanpassung bietet das Projekt „Clever kombiniert: Klimaschutz und Klimaanpassung – Flächensynergien am Gebäude und im Quartier“. Das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) geförderte Vorhaben zeigt, wie begrenzte städtische Flächen so genutzt werden können, dass Maßnahmen wie Begrünung, Regenwassermanagement und Solarenergie nicht in Konkurrenz stehen, sondern sinnvoll kombiniert werden. Entwickelt wurden integrierte Lösungsansätze für Dächer, Fassaden und Freiflächen, die Mehrfachfunktionen ermöglichen und Zielkonflikte reduzieren.
Die Ergebnisse sind in einem praxisorientierten Wegweiser aufbereitet, der kommunalen Akteurinnen und Akteuren konkrete Hinweise für die multifunktionale Gestaltung von Gebäuden und Quartieren bietet.
Faktor X, Indeland:
„Faktor X“ steht für besonders klima- und ressourcenschonendes Bauen. Es bezeichnet einen ganzheitlichen Ansatz, bewährte Konzepte des energiesparenden Bauens und Sanierens hinsichtlich des gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes zu optimieren und so um den stofflichen Ressourcenschutz zu erweitern. Mit Hilfe des Klima- und Ressourcenschutztools der Faktor X Agentur kann der Ressourcenverbrauch von Gebäuden ermittelt werden.
Das Projekt „Faktor X – Ressourcen- und Klimaeffizienz in Gewerbe- und Industriegebieten“ hat am 16. April 2021 eine der letzten Hürden auf dem Weg zur Förderung im Rahmen des StrukturprogrammPLUS genommen. Im Fokus des Faktor X-Projekts steht die Entwicklung eines Katalogs mit Maßnahmen zur Ressourceneffizienz und Klimaschutz, die nach Wirksamkeit gewichtet in ein Punktesystem überführt werden. Anhand dieses Systems können Kommunen und Investierende pragmatisch und richtungssicher klima- und ressourcenschonende Gewerbe- und Industriegebiete realisieren. Die Anwendung soll exemplarisch in zwei Gewerbegebieten in Eschweiler und Inden sowie in weiteren Kommunen erfolgen.
Steckbriefe des Forschungsprojekts „Grüne Stadt der Zukunft“:
Das Forschungsprojekt hat eine Vielzahl von Umsetzungshilfen für mehr Klimaschutz und Klimaanpassung in Stadtquartieren veröffentlicht. Steckbriefe in den Handlungsfeldern „Bauen und Gebäude“, „Integration in Planung und Verwaltung“, „Quartiersentwicklung“, „Aktivierung und Teilhabe“ sowie „Sensibilisierung“ umfassen insbesondere auch Informationen zur monetären Maßnahmenumsetzung, rechtlichen Rahmenbedingungen und Handlungsschritten der unterschiedlichen Akteursgruppen.
Projektsteckbriefe dienen der schnellen Informationserfassung. Foto: Schmidt-Domine © Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen.