Kerpen: Schloss Türnich wird zum Forum für alle
Ein Barockschloss wird für die Öffentlichkeit zugänglich und zum Nachhaltigkeitsforum entwickelt.
Das aus dem Jahr 1766 stammende barocke Schloss Türnich in der Stadt Kerpen ist ein Denkmal von nationaler Bedeutung. Das Schloss ist seit den 1970er Jahren leerstehend und weist massive statische Schädigungen auf. Diese wurden durch den Braunkohletagebau verursacht, da ein sinkender Grundwasserstand die Gründung verändert hat.
Im Rahmen des Fördervorhabens sollen die Voraussetzungen für eine Nutzung des Schlosses als öffentlicher Informations-, Tagungs- und Erfahrungsort für Nachhaltigkeit im Strukturwandel geschaffen werden. Insbesondere soll eine statische Sicherung und Stabilisierung des Objektes erfolgen. Der Fokus des Projektes liegt dabei auf der Sanierung besonders denkmalrelevanter Bestandteile. Insbesondere sollen das Herrenhaus, die Schlosskapelle und die Brücke zur Schlossinsel saniert werden. Zudem ist die Herrichtung des Schlossplatzes, die Instandsetzung der Wege und Ausstattung im Schlosspark sowie die Errichtung einer Stellplatzanlage vorgesehen.
Die Sanierung des Schlosses Türnich leistet einen modellhaften sowie praktischen Beitrag zum Strukturwandel. Ein national bedeutsames Denkmal wird als solches und in seiner prägenden Wirkung für die Region erhalten und für die Öffentlichkeit zugänglich. Gleichzeitig wird es zu einem Forum für innovative und nachhaltige Landnutzung entwickelt, welches zukünftig von einer gemeinnützigen Stiftung betrieben wird. Der Strukturwandel im Rheinischen Revier bildet einen zentralen Ausgangspunkt für Ausstellungen, Tagungen, Modellprojekte oder sonstige Angebote im Forum – v. a. Themen wie innovative Landwirtschaft, Hydrologie, Rekultivierung oder Bioökonomie stehen im Fokus.
- Förderzugang: KEE
- Begleitet durch: Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes NRW